Notebooks anstelle von Computerräumen

Im Schuljahr 2005/2006 haben wir eine für uns nicht ganz neue Idee in die Tat umgesetzt. Das JBG verzichtete auf die Einrichtung eines neuen Computerraums und begann mit der Anschaffung von Laptops anstelle von stationären Computern.

 

Funknetz und Schul-Server

Die Einrichtung eines ersten Probefunknetzes, über das man zunächst im Umfeld der kleinen Aula direkt ins Internet gehen konnte, war nur der Anfang. Es zeigte sich, dass die Notebooks erheblich häufiger im Unterricht eingesetzt wurden, als dieses zuvor mit den stationären Computern im ungern aufgesuchten Computerraum der Fall war.

Inzwischen besteht das Funknetz fast im gesamten Gebäude und man kann nun über unseren Server auf alle Daten zurückgreifen, dort Daten ablegen, eMails schreiben und natürlich im Internet recherchieren. Außerdem kann man auch von zu Hause mit einem Passwort auf den Server zugreifen.

Einrichtung spezieller Notebookklassen ab Klasse 7

Mit dem Schuljahr 2006/2007 begann zusätzlich zur allgemeinen Arbeit mit den Notebooks beginnend mit den Klassen 7 eine neue Form der Arbeit. Obwohl wir nur mit einer einzigen Notebookklasse gerechnet hatten, entschieden sich alle Eltern und Schülerinnen und Schüler des bisherigen 6. Jahrgangs für die Anschaffung eines eigenen Notebooks und die Meldung für eine Notebookklasse!

Die Anschaffung der Notebooks wurde über den Förderverein des JBG sowie vom Verein n-21 geregelt. Inzwischen können die Eltern entscheiden, ob sie an einer von der Schule organisierten Sammelbestellung teilnehmen oder ob sie selbst ein Netbook für ihr Kind anschaffen möchten (“Bring-Your-Own-Device”). Mit der Einführung der Notebookklassen werden erstmalig Notebooks durchgängig nach Wahl der Eltern aufbauend ab Jahrgangsstufe 7 im Unterricht eingesetzt. Es ist aber auch weiterhin möglich, sich für eine Klasse ohne eigene Notebooks zu entscheiden.

Im Schuljahr 2009/2010 hat die Schule 20 weitere eigene Netbooks erhalten, so dass der Schule inzwischen 40 eigene Notebooks/Netbooks zur Verfügung stehen.

2009 konnte insgesamt das 500. Notebook im Schulnetz angemeldet werden. Inzwischen sind alle Klassen ab Jg.7 “Notebookklassen”.

Warum wollen wir die Arbeit mit Notebooks?

Jede Schule hat ihre Schülerinnen und Schüler auf eine Welt vorzubereiten, die zum Zeitpunkt, wenn sie die Schule besuchen, noch nicht existiert. Für Schülerinnen und Schüler der jetzigen Jahrgangsstufe 7 bedeutet dies, dass sie am Ende ihrer i.d.R. zwölfjährigen Schulzeit in sechs Jahren über fachliche und methodische Kompetenzen verfügen müssen, die für die Unternehmen und Hochschulen in einer wenigstens sechs Jahre entfernten Zukunft von Bedeutung sind. Dabei wird die Welt von morgen insbesondere als Informations- und Wissensgesellschaft verstanden.

Die Arbeit mit Notebooks ist für uns also ein zentrales Element, um unsere Schülerinnen und Schüler auf diese zukünftige Welt vorzubereiten. Wir sehen einen sinnvollen Einsatz insbesondere in den Bereichen Informationsmanagement, Erwerb von Schlüsselqualifikationen und das Notebook als Lernwerkzeug.

Wichtige Aspekte der Notebook-Arbeit

Notebook als Lernwerkzeug Medienkompetenz
Fachlernen
Individualisiertes Lernen
Programme (Word, Excel, Power Point, etc.)
Schlüsselqualifikationen Selbststeuerung
Teamlernen
Informationsmanagement Recherche
Erfassung
Strukturierung
Bewertung
Verarbeitung
Präsentation
Austausch
Sicherung

Arbeit als Referenzschule

Das JBG ist seit 2007 niedersächsische Referenzschule für mobiles Lernen. Unsere Schule ist damit Ansprechpartner für andere Schulen in Niedersachsen, die sich für die Einführung von Notebook-Schulklassen interessieren. Wir geben Auskunft über unsere Erfahrungen in der Unterrichtsgestaltung mit Notebooks in Verbindung mit unserem Funknetz und dem Schulserver. In dieser Funktion haben wir inzwischen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Cuxhaven über Hameln bis Braunschweig bei uns begrüßen dürfen.